Trends in der digitalen Welt

Es gab noch nie so viele unterschiedliche Geräte zum Surfen wie heute!

Gigantische Monitore, die immer gängig werdenden Tabletts und eine riesige Auswahl an Smartphones und natürlich auch der neue Trend Smart-TVs mit einer extrem hohen Bildschärfe.

Das Statistische Bundesamt veröffentlichte im Dezember 2016 die aktuellen Statistiken über die Internetnutzung in privaten Haushältern: Von insgesamt 62 Millionen Internetnutzer nutzen 81 % ein Smartphone zum Surfen. Etwa 67 % der Bevölkerung surfen im Internet mit dem Laptop und dem Computer und 53 % mit dem Tablett. Erstmals in der Statistik wird auch das Smart-TV mit 19 % aufgeführt. Die Zahlen belegen, dass sich der Trend in Deutschland längst etabliert hat. Responsives Webdesign ist heutzutage aufgrund der vielen Endgeräten nicht mehr wegzudenken (siehe Destatis Pressemitteilung Nr. 430 vom 05.12.2016 )

Um den immer schneller werdenden Fortschritt im Webdesign hinterher zu kommen, wurde das responsive Webdesign entwickelt. Eine Technik, die aus flüssigem Layout besteht und eine perfekte Darstellung auf allen Endgeräten ermöglicht – egal ob mobil oder auf dem Desktop-PC.

Responsive Webdesign Breakpoints
Beispiel für eine Layout-Anpassung für unterschiedliche Bildschirmgrößen

Responsive Webdesign kurz erklärt

Responsive Webseiten meistern heute und in der Zukunft alle Herausforderungen in der Webseiten-Visualisierung und stellen daher eine dringende Notwendigkeit dar.

Die Basis für eine responsive Webseite ist eine Rasterstruktur aus mehreren Elementen. Sollte ein Element nicht mehr neben das andere Platz finden, so wird dieses Element automatisch weiter nach unten verschoben, ohne dass dabei wichtige Inhalte wie Text, Grafiken oder Videos verzehrt werden oder Inhalte verloren gehen. Eine weitere Funktion von responsivem Webdesign ist, dass auf einzelne Auflösungen individuell reagiert werden kann. Das heißt, dass der Programmierer Bilder ausblenden, Texte hervorheben oder sogar Einfluss auf die komplette Gestaltung verändern kann, um eine bessere Nutzerfreundlichkeit auf mobilen Endgeräten zu ermöglichen.

Ob eine Webseite responsiv ist, kann man selbst ganz einfach am Browser testen: Sobald das Fenster verkleinert wird, springt entsprechend das Bild und der Text in die jeweilige Größe in Form.

Viele Webseiten wurden als Desktop-Anwendungen konzipiert und werden daher auf Endgeräten wie Smartphone oder Tablet unschön dargestellt. Aufgrund der Bedienerunfreundlichkeit springen tendenziell die User schneller wieder von einer Webseite ab. Denn wer surft schon gerne mit seinem Smartphone auf Seiten, bei denen man ständig „ranzoomen“ muss und das Design nicht responsiv oder mobilfähig ist?

Darüber hinaus nimmt responsives Webdeign einen hohen Stellenwert beim Suchmaschinenranking ein: Google erklärte im Oktober 2016 den Mobile Index zum primären Suchindex (siehe http://www.visio7.com/blog/google-mobile-index/). Das bedeutet, dass Google responsive Webseiten im Vergleich zu Desktop-Webseiten bevorzugt. Ob eine responsive Seite alle erforderlichen Anforderungen hinsichtlich eines responsiven Webdesigns erfüllt, kann mit dem Google mobil-friendly Tool (siehe https://search.google.com/test/mobile-friendly) kostenfrei getestet werden. Dabei werden u.a. die Festlegung des Darstellungsbereichs, die Content-Priorisierung (Above-The-Fold = (ohne Scrollen sichtbar) sowie die Verwendung einer lesbaren Schriftgröße (Empfehlung 16px) berücksichtigt. Mit dem PageSpeed Tool von Google (siehe https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/?hl=de) kann man des Weiteren die Geschwindigkeit der Webseite in der mobilen und Destop-Version überprüfen. Dabei spielt u.a. die Bildgröße sowie die Reaktionszeit des Servers eine wesentliche Rolle.

Daher ist eine responsive Webseite spätestens jetzt – falls nicht schon geschehen – Pflicht für alle Unternehmer, um im regionalen und internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Autorenbild Andreas Lautenschlager

Von Andreas Lautenschlager

Webentwickler / Online Marketing Berater

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